Der Nachfolger

Verfasst am 15. Dez 2011

Ich hab es geschafft :D ! Keiner, außer ich selbst, hat daran gezweifelt, aber ich bin seit Ende September 2011 Bachelor of Engineering.

Die letzten Wochen vor Abgabe der Bachelorarbeit und die letzten Tage vor der Verteidigung waren für mich die nervenaufreibendsten meines Lebens. Die schlaflosen Nächte, ständigen selbstkritischen fragen, wie Fehlt da irgendwas? Da fehlt irgendwas, ich muss nochmal drüber gucken! und die anschließende ernüchternde Erkenntnis, dass nichts mehr zu verbessern ist machten einem ziemlich fertig.

Meine weiteren Ausführungen sind nicht aus einem klassischen Drama entsprungen, sondern ich habe tatsächlich noch einen Tag vor Abgabe meine Arbeit komplett über den Haufen geworfen. Grund war einzig und allein mein Zweitgutachter, welcher, dass war das brisante, gleichzeitig der Regelsteller an unserer Hochschule war, wenn es um Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten ging.

Dies hatte ich allerdings, zum Glück überhaupt, durch Zufall einen Tag vor Pflichtabgabetermin beim surfen im Internet herausgefunden, samt erklärenden Texten, worauf dieser besonders Wert legt. Das ich etwa 90% der Wortlaute in der Arbeit erneut überdenken musste, verstand sich natürlich von selbst.

Ich denke, ich brauche nicht weiter darauf einzugehen, wie Schweißgebadet und gestresst ich die letzten Stunden und die Tage bis zur Vorladung zur Verteidigung war. Immer diese ungewissheit, reicht die Arbeit? Ist auch alles enthalten? … – wie dem auch sei.

Zum Glück ist alles gut verlaufen und alle Prüfer waren mit dem Endergebnis zufrieden :D .

Mein Thema lautete Datenintegration in einer heterogenen Webapplikation … Fachchinesisch? In Normaldeutsch beschreibt dies eine Verschmelzung zwischen mehreren, normalerweise nicht zusammenarbeitenden Systemen.

In meinem Fall ging es Hauptsächlich um ein Konsolen Programm und einer Webseite. Das Konsolen Programm fungierte als Parser, der eine bestimmte Art Logdatei auslas, relevante Daten zusammentrug und in einer Datenbank persistierte. Eine Webanwendung las anschließend die Daten wieder aus der Datenbank aus, bereitete sie zur Darstellung vor und Präsentierte sie im Webbrowser – “ganz einfach” eben ;) .

Der Parser wurde vollständig in C++ Programmiert, als Datenbank fungierte nichts anderes als die NoSQL Datenbank MongoDB und für die Webapplikation nutze ich das Framework Symfony 2, welches sich noch selbst bis Ende der Bachelorarbeit in Entwicklung befand. Symfony bietet die Möglichkeit auf eine Handvoll Datenbanken unterschiedlichen Typs zuzugreifen. Alle Datenbankfelder werden in Objekte gewandelt, so dass auf ihnen wie auf normale PHP-Objekte zugegriffen werden kann.

Möglich macht dies der ObjectMapper Doctrine.

Das Studium ist somit beendet und konnte mich sofort in die Berufswelt stürzen. Habe auch nicht lange nach einem Job suchen müssen, denn ich arbeitete bereits einen Tag nach bestandener Arbeit in der Firma, wo ich die Bachelorarbeit anfertigen durfte als Softwareentwickler.
Mein derzeitiges Projekt ist natürlich das Projekt der Bachelorarbeit, welches viel zu Umfangreich war, um dies innerhalb der Zeit schaffen zu können. Meiner Einschätzung nach, werde ich noch bis mindestens Mitte nächsten Jahres damit beschäftigt sein und mich dann nach neuen Projekten umschauen, bzw. das Projekt weiter vorantreiben.

Wir werden sehen, was die Zukunft bringt…