Resümee

Raquel kenne ich zwar seit gerade mal 3 Tage, aber trotzdem scheine ich sie irgendwie zu mögen. Nachdem sie mir von ihrem kranken Opa erzählt hat, hatte ich mir Gedanken über meinen bereits beschrittenen Lebensweg gemacht. Ich hab eigentlich viele Personen, mit denen ich was anfangen kann. Meistens sind das aber nur Bekanntschaften, d.h. mit dennen lässt sich kein wirklich brauchbares Gespräch führen.

Einzig Marcel, Paddy, Mina und Robert würde ich zu meinem engeren Freundschaftskreis zählen. Sabi und Jessi würden auch locker dazu gehören, aber wir verbringen einfach nicht genug Zeit zusammen, um daraus eindeutig eine Freundschaft schließen zu können (ich hoffe, ihr seht das genau so wie ich).

Heißt das, Freundschaften entstehen nur, wenn man genug Zeit mit der Person verbringst? Ja, genau so würd ich das formulieren. Na klar bezeichne ich Sabi und Jessi als meine Freunde (als was sonst? “Kollegen”?), doch kann ich zu ihnen gehen, wenn ich Probleme habe (was bis jetzt noch nicht passiert ist)? Kann ich mit ihnen über jeden kack reden, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, dass es weiter gesagt wird (mach ich sowieso xD)?

Irgendwas passt da irgendwie nicht zusammen… eigentlich weiß ich nicht, ab welchem Punkt man eine Person als Freund bezeichnen kann.

Ein wirklicher Freund ist immer für einem da, wenn man ihn braucht. Kann sich in einem hinein versetzen, wenn es nötig ist. Gibt dir seine Schulter zum ausheulen, wenn es sein soll. Reicht dir die Hand, wenn du am Boden liegst. Ich weiß es einfach nicht … ist ja eigentlich auch wurscht. So lange jemand nicht schlecht hinter seinem Rücken über mich redet, sich in irgendeiner Form für mich interessiert und sich für mich einsetzt, wenn es nötig ist, würd ich das schon als Freundschaft bezeichnen.

Den Punkt haben Sabi und Jessi locker überschritten - also sind sie Freunde - BASTA!

Gut, der Titel heißt ja “Resümee“, also sollte ich auch einen Blick in meine Vergangenheit werfen. Ich denke, ich hatte eine gute Schulzeit, auch wenn ich anfangs ziemlich faul war und es manchmal immer noch bin. Ich denke, ich war sogar beliebt - gewissermaßen. Hatte viele Freunde da, zu denen ich zwar keinen Kontakt mehr habe, wenn ich sie aber auf der Straße sehe nett mit ihnen plaudern kann. Kann sogar immer noch gut mit meinen alten Lehrern sprechen, wenn ich sie mal wieder sehe xD … krass oder?

Habe ich wirklich immer richtig reagiert, wenn es darauf ankam? Einmal hab ich es ganz sicher nicht - ich bin nämlich nicht zur Beerdigung meines Opas gefahren -.- . Ich hab es einfach nicht übers Herz gebracht, seinen starren Körper aufgebahrt in seiner letzte Ruhestätte zu sehen :’( . Ich hätte wirklich hinfahren sollen …

Solche Beiträge spiegeln eigentlich nur meine Gedankengänge derzeit wieder - sie sollen weder Informationen enthalten noch in irgendeiner Form informativ wirken.

Mir geht es jetzt irgendwie garnet gut… weiß der Geier warum. Bin scheinbar eine zu einfühlsame Person, dass mir alles gleich negativ ins Gemüt fällt -.- . Werd bestimmt heute noch depressiv… mal sehen.

Schönen Abend noch.

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