ProxyShare P2P: Filesharing der Zukunft! - Teil2

Heute habe ich ProxyShare P2P konfiguriert (d.h. Firewall nach ProxyShare eingestellt) und es zum laufen gekriegt. ProxyShare ist schon von der Konfiguration her sehr kompliziert. Beispielsweise wird beim Konfig.-Fenster mit Abkürzungen hantiert, mit dem ein leihe sicherlich nichts anfangen sollte. Man ist somit auf die Hilfe bzw. das Wiki von ProxyShare angewiesen.

Nachdem ich ProxyShare nun endlich richtig konfiguriert hatte und meine Benutzerdaten (ja, man muss sich auf der ProxyShare Seite registrieren, wenn man was runterladen will, Registrierung ist aber kostenlos) eingebeben hatte, konnte der ganze spaß nun auch endlich beginnen. Das Core von ProxyShare ist ein einfaches Konsolen Fenster, zeigt aber deutlich mehr informationen an, wie die ProxyShare GUI, beispielsweise hatte ich nicht den blassenschimmer, dass ich bei meiner Firewall den Port 4662 Freigeben soll, die GUI bleibt leise und meckert nicht.

Die Suche ist, wie sollte es auch anders sein, kompliziert :D. Man hat die Qual der Wahl ob man Local oder Remote suchen möchte. Local bedeutet, man sucht nur auf seinen eigenen ISP Proxy, Remote hingegeben sucht im kompletten ProxyShare Netzwerk. Die Local suche soll deutlich schneller sein, als die Remote suche, leider hatte ich niemals Suchergebnisse, auch wenn im Core steht: 66 Searchresults, aber in der GUI wird kein einziger dargestellt.

Nun gut, es gibt noch eine weitere Möglichkeit einen Testdownload zu starten. Wenn man auf die Rubrik: Webbrowser und anschließend auf die 2 klickt, erhält man eine Liste der aktuellsten Uploads/Downloads. Sehr schlicht gehalten diese Seite, aber enthält eigentlich so gut wie alle Informationen. Schon jetzt merkt man, ProxyShare soll zum ultimativen Illegalen Netzwerk ausartern, denn alles, was dort steht, sind Dateien, die gegen Urheberrechte verstoßen. Naja, wozu sollte Filesharing sonst da sein ;).

Also habe ich einfach irgendeinen Download angeklickt, und siehe da, es ist ein ED2K link, bekannt von eDonkey/eMule usw., halt das altbekannt ED2K Netzwerk. Aber weit gefehlt! ProxyShare nutzt nur die Links vom ED2K Netzwerk, connectet selbst aber auf keinen ED2K Server und lädt somit nicht vom Netzwerk.

Der Download selbst startet meist erst nach mehreren Sekunden bis Minuten. Wenn nur vom ISP Proxy heruntergeladen wird, geschäht das über 4MB-häppchen, ProxyShare bezeichnet diese als Chunks. Die 4MB-häppchen werden mit woller DSL Leistung, wie versprochen, heruntergeladen. Sind die 4MB erreicht, muss wieder zum nächsten Chunk gelangt werden. Das dauert wiederrum wieder einige Sekunden bis Minuten usw. und sofort.

Eine langwierige Prozedur, die ich mir nicht weiter antue. ProxyShare begründet diesen “Langsamenvorgang” damit, dass noch zuwenig Leute ProxyShare nutzen (es sind gerademal 100-200 Leute vorhanden). Wenn sich mehr Leute entschließen würden, ProxyShare zutesten und Dateien zu “Sharen” sollte sich das Netzwerk langsam aber sicher selbst verschnellern.
Wie gesagt, der Zeit ist ProxyShare noch zu klein und zu langsam, bevor man sagen kann “JA!, dass ist, was ich immer nutzen werde!”. Wie Jeremie schon im Kommentar meines letzten Beitrags geschrieben hatte, ist ProxyShare keineswegs OpenSource. Es hat somit erst einmal schlechte Karten in der P2P Welt, denn mit Hilfe von außen kann schlecht gerechnet werden, einzig Bugreports sind möglich.

Wir werden sehen, wie sich ProxyShare entwickeln wird. Gespannt bin ich außerdem, wie die Film-, Musik- und Spieleindustier auf ProxyShare regieren werden, zur Zeit ist noch nichts verlautet worden, was sich aber sicherlich bald ändern wird ;).

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Bewertung(en), Durchschnitt: 4.67 von 5)
Loading ... Loading ...

Kommentar schreiben

(erforderlich)

(erforderlich)




Smilies:

Preview: